﻿{"id":747,"date":"2017-03-13T14:52:16","date_gmt":"2017-03-13T13:52:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/?p=747"},"modified":"2022-08-19T18:36:12","modified_gmt":"2022-08-19T16:36:12","slug":"bildung-in-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raile.at\/raile\/bildung-in-oesterreich\/","title":{"rendered":"<font color=\"#000000\">Bildung in \u00d6sterreich<\/font>"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.raile.at\/raile\/bildung-in-oesterreich\/\" title=\"Bildung in \u00d6sterreich\"><figure id=\"attachment_748\" class=\"thumbnail wp-caption alignright\" style=\"width: 270px\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Bildung-in-\u00d6sterreich.jpg\" alt=\"Bildung in \u00d6sterreich\" width=\"260\" height=\"212\" class=\"size-full wp-image-748\" data-wp-pid=\"748\" \/><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Bildung in \u00d6sterreich<\/figcaption><\/figure><\/a>Die OECD ver\u00f6ffentlichte einen Bericht \u00fcber das Bildungsniveau der einzelnen Staaten und f\u00fchrt darin unter Anderem eine Auflistung der \u00f6sterreichischen Bildungsverh\u00e4ltnisse an. In einer Tabelle werden die h\u00f6chsten Abschl\u00fcsse der \u00f6sterreichischen Bev\u00f6lkerung angef\u00fchrt, wobei alle Erwachsene von 25-64 Jahren ber\u00fccksichtigt wurden. Knapp 1% hat keinen Schulabschluss bzw. auf Volksschulniveau, 14,4% einen Schulabschluss der Unterstufe, 52,6% haben einen Schulabschluss der Oberstufe, 2,5% haben dar\u00fcber hinaus noch Fortbildungen nach der Oberstufe absolviert, 15,1% absolvierten universit\u00e4re Lehrg\u00e4nge und Fortbildungen, nur 2,8% haben einen Bachelor, daf\u00fcr absolvierten 11,63% einen Master und lediglich 1% promovierte an einer Universit\u00e4t. [&#8230;]<!--more--><\/p>\n<p>Diese Zahlen sind insofern interessant, als der Bachelor sehr wenig vertreten ist. Dies relativiert sich ein wenig wenn man ber\u00fccksichtigt, dass die Bologna-Programme keine 20 Jahre alt sind und sehr viele der Erfassten, die zwischen 25 und 64 alt sind, noch Diplomstudien mit Magisterabschluss absolvierten. Konkret haben nur 1% der \u00e4lteren Erwachsenen einen Bachelor (vermutlich jene, die im Ausland studierten), hingegen haben 7% der 25-34 &#8211; j\u00e4hrigen einen Bachelor. Doch nicht nur Bachlor-Abschl\u00fcsse stiegen, sondern auch Master-Abschl\u00fcsse sind bei 55-64 &#8211; j\u00e4hrigen nur zu 8% vertreten, w\u00e4hrend die j\u00fcngeren Erwachsenen zu 14% einen Master-Titel besitzen. Gesamt: 22% der 55-64 &#8211; j\u00e4hrigen haben einen Universit\u00e4tsabschluss, den immerhin 39% der 25-34 &#8211; j\u00e4hrigen haben. W\u00e4hrend also 1\/5 der Bev\u00f6lkerung fr\u00fcher eine Universit\u00e4t absolvierte, sind es nunmehr bereits 2\/5.<\/p>\n<p>Trotz der steigenden Zahlen gibt es erhebliche Risikofaktoren, die zu einem geringeren Abschluss f\u00fchren, somit zu einer geringeren Qualifikation und einem langfristig schlechteren sozio\u00f6konomischen Status in der Gesellschaft. Diese Risikofaktoren sind unter Anderem ein Migrationshintergrund, eine andere Muttersprache, nur ein erziehender Elternteil, eine l\u00e4ndliche Umgebung und vor allem wenn der Besuch einer Grundschule nicht m\u00f6glich war. Daneben gibt es jedoch eine Reihe weiterer psychischer Faktoren, die sich sehr negativ auf die Schullaufbahn auswirken k\u00f6nnen. Darunter fallen st\u00e4ndige Stressoren zu Hause, beispielsweise wenn die Mutter das Kind als Ersatzelternteil benutzt, ein Elternteil eine Suchtproblematik hat oder die Eltern st\u00e4ndig streiten. Des Weiteren k\u00f6nnen sich auch traumatische Erlebnisse sehr negativ auf Schulleistungen auswirken.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich kostet die Ausbildung einer Person dem Staat j\u00e4hrlich durschnittlich 12.587$, was einen Ausbildungswert von insgesamt 226.566$ f\u00fcr einen Master-Abschluss ergibt. Detailliertere Zahlen: 10.780$ j\u00e4hrlich f\u00fcr die Volksschule, 15.024$ j\u00e4hrlich f\u00fcr die Unter- und Oberstufe und 16.695$ pro Jahr f\u00fcr die Universit\u00e4t. Eine durchschnittliche Schullaufbahn kostet dem Staat 162.399$. Mit diesen Zahlen liegt \u00d6sterreich stets in dem vorderen Bereich der teuersten Ausbildungen der Welt.<\/p>\n<p>Doch trotz dieser hohen Ausgaben ist eine individuelle F\u00f6rderung in der Schule kaum m\u00f6glich. Neben einem einheitlichen und straffen Lehrplan, m\u00fcssen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dieselben Unterrichtsf\u00e4cher absolvieren und schlie\u00dfen diese mit einer zentralen Matura ab, die \u00fcberpr\u00fcft ob alle den gleichen Wissensstand haben. Zeit oder Raum zur individuellen Entfaltung gibt es kaum. Erst in der terti\u00e4ren Bildungseinrichtung ist etwas mehr Spielraum m\u00f6glich, F\u00e4cher k\u00f6nnen frei gew\u00e4hlt werden, Abschlussarbeiten &#8211; wenn man Gl\u00fcck mit dem Betreuer hat &#8211; ebenso.<\/p>\n<p>Die Frage ist: Wo bleibt die Individualit\u00e4t?<\/p>\n<p>Quelle der Daten: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/publikationen\/bildung-auf-einen-blick.htm\" title=\"Bildung auf einen Blick\">OECD &#8211; Bildung auf einen Blick<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die OECD ver\u00f6ffentlichte einen Bericht \u00fcber das Bildungsniveau der einzelnen Staaten und f\u00fchrt darin unter Anderem eine Auflistung der \u00f6sterreichischen Bildungsverh\u00e4ltnisse an. In einer Tabelle werden die h\u00f6chsten Abschl\u00fcsse der \u00f6sterreichischen Bev\u00f6lkerung angef\u00fchrt, wobei alle Erwachsene von 25-64 Jahren ber\u00fccksichtigt wurden. 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