﻿{"id":877,"date":"2017-03-18T11:23:54","date_gmt":"2017-03-18T10:23:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/?p=877"},"modified":"2022-08-19T18:36:12","modified_gmt":"2022-08-19T16:36:12","slug":"geschlechterrollen-in-den-medien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/geschlechterrollen-in-den-medien\/","title":{"rendered":"<font color=\"#000000\">Geschlechterrollen in den Medien<\/font>"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.raile.at\/raile\/geschlechterrollen-in-den-medien\/\" title=\"Bildung in \u00d6sterreich\"><figure class=\"thumbnail wp-caption alignright\" style=\"width: 270px\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Geschlechterrollen.jpg\" alt=\"Geschlechterrollen\" width=\"260\" height=\"212\" \/><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Geschlechterrollen<\/figcaption><\/figure><\/a>Medien bilden die Realit\u00e4t nicht blo\u00df ab und stellen diese so dar, wie sie wirklich ist. Das ist keine neue Erkenntnis und wird durch philosophische Systeme wie dem Konstruktivismus best\u00e4rkt, von Medienpsychologen schon lange als erwiesen bezeichnet und vor allem im &#8222;postfaktischen Zeitalter&#8220; als &#8222;Faktum&#8220; postuliert. Gute Recherchen w\u00fcrden stets mehrere Sichtwinkel abbilden, die gesammelten Fakten kritisch auswerten und stets auch die Unvollst\u00e4ndigkeit einer Berichterstattung ber\u00fccksichtigen. Medien wurden und werden jedoch auch oftmals gezielt als Manipulator der \u00f6ffentlichen Meinung verwendet. Nicht nur die Nationalsozialisten des zweiten Weltkriegs waren Meister darin die Medien zu benutzen, auch heute gibt es zahlreiche Beispiele hervorragender Manipulation \u00fcber die Medien. Nordkorea, die T\u00fcrkei, selbst Donald Trump zeigt Anzeichen hierf\u00fcr. Nicht umsonst stammt das das Wort &#8222;Fake News&#8220; aus seinen Kreisen. Doch auch in \u00d6sterreich manipulieren Medien. <!--more Weiterlesen--><\/p>\n<p>Ein kleines Beispiel mit gr\u00f6\u00dferen Auswirkungen, als man zun\u00e4chst annehmen w\u00fcrde, wurde unl\u00e4ngst von der Heute-Zeitung produziert. Ein <a href=\"http:\/\/m.heute.at\/news\/politik\/Sind-das-Ihre-Gluecksschuhe-Frau-Minister;art23660,1409011\" title=\"Heute-Zeitung\">Was-Auch-Immer (\u00dcberschrift + Foto mit einer Zeile Text) \u00fcber die neue Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner<\/a> zeigt sie auf mehreren Veranstaltungen. Auf den ersten Blick ist auf den drei Fotos nichts Ungew\u00f6hnliches. Erst im Text erf\u00e4hrt man den Grund f\u00fcr den &#8222;Artikel&#8220;: Sie tr\u00e4gt auf allen drei Fotos dieselben Schuhe! (Anm.: Was nicht erw\u00e4hnt wird: Zwei Fotos d\u00fcrften vom selben Tag stammen, da das gesamte Outfit identisch ist.) Dass dies \u00fcberhaupt in einer &#8222;Zeitung&#8220; erw\u00e4hnt wird, ist ein Hinweis darauf, dass dies etwas Besonderes ist. Und in der Aufmachung (&#8222;Sind das Ihre Gl\u00fccksschuhe, Frau Minister?&#8220;) wird suggeriert, dass dies etwas Negatives ist. Kurz: Es ist schlecht oder peinlich, dass sie immer dieselben Schuhe an hat.<\/p>\n<p>Nun gibt es eine Reihe von Faktoren, die zu diesem Text hier f\u00fchren.<br \/>\n1.) Die Heute-Zeitung w\u00fcrde diesen Text nicht \u00fcber einen m\u00e4nnlichen Minister schreiben. Zumindest h\u00e4tte ich noch nie einen Artikel \u00fcber die Schuhwahl eines Politikers gelesen, wenn er immer dieselben Schuhe tr\u00e4gt. Dieser Artikel ist somit sexistisch, da damit impliziert behauptet wird, dass Frauen immer andere Schuhe tragen m\u00fcssten; sonst w\u00e4ren sie seltsam und w\u00fcrden negativ auffallen.<br \/>\n2.) Die Zielgruppe der Tageszeitung sind Ben\u00fctzer der \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel. Oft bl\u00e4ttern vor allem Jugendliche durch die Seiten. Wie ich im Artikel &#8222;Digital Natives &#8218;Als Ob'&#8220; bereits angedeutet habe, ist die Aufmerksamkeitsspanne von Jugendlichen ob ihrer digitalen Sozialisierung eine Andere, als bei fr\u00fcheren Generationen. Ein langer Artikel ohne Bilder wird zumeist \u00fcberflogen, eine Zeile mit drei Bildern und einer \u00dcberschrift wird zumindest gescannt. Das reicht aus um den Inhalt aufzunehmen; egal ob bewusst oder unbewusst. Die Botschaft wird verarbeitet und implizit gelangt die Einstellung, dass Frauen unterschiedliche Schuhe haben und tragen m\u00fcssen, in die Jugendlichen und pr\u00e4gt bei ausreichender Intensit\u00e4t ein wenig auch deren soziale Entwicklung.<br \/>\n3.) Die &#8222;Zeitung&#8220; vermittelt dar\u00fcber hinaus, dass dieses Verhalten gesellschaftlich akzeptiert ist. Wenn also ein M\u00e4dchen in der Oberstufe h\u00e4ufig dieselben Schuhe tr\u00e4gt, dann ist die Hemmschwelle der anderen Sch\u00fclerInnen niedriger dies anzuprangern. Dieses Ph\u00e4nomen wird im \u00dcbrigen durch viele Zeitschriften verst\u00e4rkt&#8230;<br \/>\n4.) W\u00e4hrend eine gesellschaftliche Gleichstellung von M\u00e4nnern und Frauen angestrebt wird, zeigt die Heute, dass dies bei der Wahl der Schuhe (die wohl jedem selbst \u00fcberlassen ist) keinesfalls erreicht wurde, viel eher, dass dies nicht erreichbar sein wird. Dies wiegt umso mehr, als Frau Rendi-Wagner auch die Frauenministerin \u00d6sterreichs ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medien bilden die Realit\u00e4t nicht blo\u00df ab und stellen diese so dar, wie sie wirklich ist. Das ist keine neue Erkenntnis und wird durch philosophische Systeme wie dem Konstruktivismus best\u00e4rkt, von Medienpsychologen schon lange als erwiesen bezeichnet und vor allem im &#8222;postfaktischen Zeitalter&#8220; als &#8222;Faktum&#8220; postuliert. Gute Recherchen w\u00fcrden stets mehrere Sichtwinkel abbilden, die gesammelten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[8],"tags":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/877"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=877"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/877\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1101,"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/877\/revisions\/1101"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.raile.at\/raile\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}